Tipps zur Textilpflege

Wenn Sie folgende Ratschläge beachten, helfen Sie nicht nur der Umwelt und schonen Ihren Geldbeutel, auch Ihre Textilien werden länger halten.


Grundlagen des Wäsche-Waschens

Damit ein Waschgang erfolgreich sein kein, müssen folgende Faktoren aufeinander abgestimmt sein:

 

  • Mechanik (Maschinen-Beladung)
  • Temperatur (Waschprogramm)
  • Chemie (Waschmittel)
  • Zeit (Waschprogramm)

Bei dem Zusammenwirken dieser vier Einflussfaktoren spricht man vom Sinnerschen Kreis.  Ändert man einen dieser Faktoren, hat das direkten Einfluss auf die anderen. Senkt man zum Beispiel die Waschtemperatur von 60°C auf 40°C, benötigt man, um das gleiche Waschergebnis zu erzielen, einen höheren Einsatz an Chemie (Waschmittel) und evtl. mehr Zeit.


Ratschläge

Sortieren Sie Ihre Wäsche nach Farben und Gewebearten.  Bei eingewaschener Wäsche (nicht neue) genügt oft eine Sortierung nach "Kochwäsche" (weiß), bunt-hell und bunt-dunkel. Evtl. sortieren Sie zusätzlich noch nach stark verschmutzter Arbeitskleidung etc.

 

Machen Sie bei neuen Kleidungsstücken mit kräftigen Farben einen Wasch-Versuch mit Handwäsche. Sie können am Wasser schnell erkennen, ob und wie stark es ausfärbt.

 

Achten Sie auf die textile Pflegekennzeichnung der einzelnen Kleidungsstücke.

 

Beladen Sie Ihre Maschine optimal, entsprechend der Herstellerangabe! Bei Unterbeladung verschwenden Sie Wasser, Energie und Waschmittel. Bei Überbeladung verlieren Sie die komplette Mechanik (Sinnerscher Kreis), die Wäsche wird nicht mehr richtig durchflutet, es wird keine optimale Waschwirkung erzielt. Ebenso können Flusen und Haare nicht mehr effektiv entfernt werden.

 

Halten Sie sich an die Dosierempfehlung auf dem Waschmittel-Etikett, abhängig von der Wasserhärte (diese bekommen Sie von Ihrem Versorger) und dem Verschmutzungsgrad. Bei Unterdosierung wird keine optimale Waschwirkung erzielt, evtl. muss noch einmal gewaschen werden. Bei Überdosierung belasten Sie unnötig die Umwelt und erhöhen Ihre Waschmittel-Kosten. Es entsteht zu viel Schaum, wodurch die Mechanik verloren geht. Das Spülergebnis wird schlechter - evtl. bleiben unerwünschte Rückstände des Waschmittels auf dem Textil zurück. 

 

Wenn Sie die Möglichkeit haben, nutzen Sie eine Thermostat-Dusch-Armatur an einem Warmwasser-Anschluss zur Wasserversorgung Ihrer Waschmaschine mit 30°C bis max. 35°C warmen Wasser. Sie können dann zwei wesentliche Vorteile nutzen:

  • Die Waschzeit verkürzt sich, da sich die Zeit für das Aufheizen der Waschflotte deutlich verringert.
  • Durch das Spülen der Wäsche mit warmen  Wasser ist der Spüleffekt besser und die Knitterbildung ist wesentlich geringer.

Beachten Sie hierbei bitte:  Gehen Sie nicht Höher als 35°C. Bei Temperatur ab 40°C  gerinnt Eiweiß. Flecken auf Eiweiß-/Proteinbasis (z.B. Blut)  werden im Textil fixiert und sind nur noch schwer zu entfernen.

 

Lassen Sie nach dem Entnehmen der gewaschenen Wäsche die Türe der Waschmaschine und das Waschmittelfach ein Stückchen offen, damit diese Bereiche trocknen können. Reinigen Sie in regelmäßigen Abständen die Gummidichtung, besonders in der Falte, an der Wäschetrommel und das Waschmittelfach. Durch anhaltende Feuchtigkeit und mangelnde Reinigung entstehen Keime, die einen unangenehmen Geruch auf der Wäsche hinterlassen können. Bei den üblichen Programmen von 30°-60°C fühlen sich die Keime wohl und vermehren sich. Daher sollte auch ein bis zwei Mal pro Monat  mit Vollwaschmittel bei Einstellung 90°C gewaschen werden. Beachten Sie: Die 90°C Einstellung an der Waschmaschine erzeugt keine 90°C heiße Waschflotte.